Aus der Dunkelkammer des Bösen
von Mark und Lydia Benecke

Kriminalbiologische Fallberichte, gewürzt mit forensisch-psychiatrischen Erkenntnissen, verfeinert mit ein klein bisschen Effekthascherei, serviert auf wahren Begebenheiten.

Was will man mehr?

Das Buch ist eine Sammlung an Berichten von Fällen, mit denen sich Mark Benecke beschäftigt oder an denen er mitgewirkt hat. Es werden diverse Straftäter vorgestellt und über ihre Taten berichtet. Einzelne unaufgeklärte Morde werden neu beleuchtet und diskutiert. Themen wie Psychopathie und Sadismus werden genauer erklärt, wissenschaftlich korrekt und doch in verständlicher Sprache. Diese Erklärungen werden zwischen den Berichten eingeschoben und ergänzen diese gelungen.
Es gibt sowohl Kapitel über Straftäter aus dem 19. Jahrhundert, es werden aber auch neuere, in den Medien bekannte Fällte beleuchtet, wie der von N. Kamputschea und der von der Familie Fritzl.
Es gibt keinen klassischen Spannungsbogen sondern einzelne Abschnitte, die sich mit den verschiedenen Themen beschäftigen.

Als sehr provokant ist das Cover zu beschreiben, das den Autor zeigt wie er einen Käfer genau betrachtet. Zugleich zeigt er dem Leser damit auch den Mittelfinger.
Ich hatte vom Cover her mehr Berichte aus dem Bereich der Insektenkunde erwartet. Das Thema wird aber kaum behandelt.

Fazit: Wirklich sehr spannende Sammlung von True Crime-Geschichten. Für Interessierte an dem Genre auf jeden Fall lesenswert! Würde es aber eher als Nischen-Literatur bezeichnen, da es sicher nichts für den klassischen Krimi-Leser ist.


432 Seiten, erschienen bei Bastei Lübbe unter ISBN-13 978-3404607440 10,- €